Lucca (Toskana)
wurde wie viele Städte der Region bereits in etruskischer Zeit
gegründet und erlebte eine sehr wechselvolle Geschichte. Diese
mittelalterliche Schatztruhe hat sich, abgeschirmt durch einen
mächtigen Festigungsring, wie keine andere toskanische Stadt
ihre beschauliche Art bewahrt. Aus der Luft betrachtet, wirkt die Stadt
wie eine Insel. Die Straßen verlaufen heute noch genauso
schachbrettartig wie in der Antike. In den engen Gassen und auf den
wunderschönen Plätzen pulsiert das Leben. Dort finden
Sie elegante Läden, schöne Straßencafes und
unzählige Restaurants. Mittelpunkt ist die Piazza San Michele
und schönster Straßenzug die Via Fillungo.
Blütezeit hatte Lucca im 12. und 13. Jahrhundert. Damals
florierte der Handel mit den blumenbemusterten, schweren
Seidenbrokatstoffen.
Der eindrucksvolle Dom San Martino bekam sein heutiges Aussehen in
dieser Zeit, wurde allerdings schon im 6. Jh. begonnen. Er beherbergt
viele bedeutsame mittelalterliche Kunstschätze. In
späteren Jahrhunderten entstanden Monumental-Paläste
wie der Palazzo Pretorio und der Palazzo Ducale. Besonders lohnend ist
ein Rundgang auf dem 4 km langen, vollständig erhaltenen
Verteidigungswall, der durch eine 12 m hohe Ziegelmauer eingefasst ist
und Lucca von der Außenwelt abgeschottet. Die Mauer machten
die Stadt früher oft zur Arche Noah und bewahrten sie vor
Überschwemmungen. Bei Hochwasser wurden alle Tore geschlossen
und kleinere, undichte Stellen abgedichtet.
In der näheren Umgebung von Lucca liegen, von zauberhaften
Gartenanlagen umgeben, eindrucksvolle Villen wie Villa Mansi, Villa
Garzoni oder Villa Torrigiani. Des weiteren gibt es den
berühmten Pinocchio-Park, den Kurort Bagna di Lucca, die
einmalige Berglandschaft der apuanischen Alpen oder die breiten,
endlosen Sandstrände der Versilia.