Florenz
(Toskana)
Die Wurzeln der Stadt Florenz sind
wenigstens 3000 Jahre alt, dennoch blieb sie für die ersten
tausend Jahre relativ bedeutungslos. Ihr Aufstieg begann in 12.
Jahrhundert, bis dann in der Renaissance mit dem Zeitalter der Medici
die höchste Blüte einsetzte. In dieser Zeit wurde
nicht nur ein Großteil der enormen künstlerischen
Leistungen in der Stadt selbst vollbracht, die gesamte Toskana in der
uns heute bekannten Form wurde damals geprägt.
In erster Linie zu erwähnen wären der Dom mit dem
Domplatz und dem Kampanile. Über die Jahrhunderte wirkten
hieran die besten Künstler und Baumeister Italiens mit, so
Arnolfo di Cambio, Giotto und Emilio de Fabris. Dazu gehört
das Baptisterium, das nach Dombaubeginn 1296 nahezu
unverändert blieb. Das Osttor des Domes von Ghiberti erschien
Michelangelo als "Paradiestür" und ist unter diesem Namen
bekannt geworden. Dessen "David" findet man seitlich der zum Palazzo
Vecchio gehörenden Loggia dei Lanzi, die heute eine kostbare
Skulpturensammlung beherrbergt. Der Palazzo selbst war einst der
Regierungssitz der Toskana und bildet mit den Uffizien den grandiosen
Rahmen der Piazza della Signoria. Die Uffizien ("Büros")
wurden 1560 von Herzog Cosimo als Verwaltungsgebäude
beauftragt. Trotzdem das Gebäude auch heute noch z.B. das
Florentiner Staatsarchiv beherrbergt, wurde es doch in erster Linie
bekannt durch die Kunstsammlung in der Galleria, die zu den
bedeutendsten der Welt gehört. In 44 Schauräumen
findet man Werke u.a. von Giotto, Piero della Francesca, Botticelli,
Michelangelo, da Vinci, Caravaggio, Rembrandt, Rubens, Dürer,
Cranach, Raffael, Tizian, Bernini und Velazquez.
Drei Kirchenbauten sollen hier noch stellvertretend für viele
andere stehen: Santa Maria Novella, der Sitz des Dominikanerordens,
dessen Innenraum zu den schönsten gotischen Zeugnissen in
Italien überhaupt gehört. Als ein Hauptwerk der
Frührenaissance gilt dagegen die Grabkapelle der Pazzi mit der
Terracottaausstattung von della Robbia und der vergoldeten Bronzestatue
des hl. Ludwig von Donatello. Auch Santo Spirito mit der geradezu
spartanischen Ausschmückung des Raumes gilt als hervorragendes
Beispiel des damaligen Aufbruchs in die Neuzeit.