Arezzo
(Toskana)
präsentiert sich anders, aber
nicht weniger mittelalterlich als Siena oder andere bedeutenden
Städte in der Toskana. Schon die Etrusker siedelten auf dem
Hügel, um den sich das heutige Arezzo schmiegt. Seine
Bedeutung nahm zu Seiten des römischen Imperiums zu, weil es
an der Via Cassia zwischen Rom und Florenz lag. Sein Kunsthandwerk
machte die Stadt wohlhabend, vor allem die berühmten,
"Aretiner Vasen" und die lebendig gebliebene Tradition der
Schmuckherstellung. Arezzo gilt heute als internationale Goldmetropole
und reichste Stadt der Toskana. In den zahlreichen Kirchen, so sagt man
spöttisch, beten die Frauen für einen stabilen
Goldpreis. Die Stadt hat mehr als 800 Betriebe der Schmuckindustrie, in
denen jeden Monat über zehn Tonnen Reingold zu Schmuck
verarbeitet werden.
Außerdem ist Arezzo bekannt für
Antiquitäten und die Stadt die als Tor zum Südosten
der Toskana gilt. In jüngster Zeit hat Arezzo als Filmstadt
auf sich aufmerksam gemacht. Auf der Piazza Grande und dem Corso Italia
wurden nämlich wesentliche Szenen aus Roberto Begninis
preisgekröntem Film "Das Leben ist schön" gedreht.